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Wallbox Pulsar

Montierte Wallbox Pulsar

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Unsere Ladelösung für Zuhause

In unserem ersten Artikel über die Alltagstauglichkeit von Elektromobilität haben wir euch bereits mit der Idee einer eigenen Lademöglichkeit vertraut gemacht. Tatsächlich war das für uns der Schlüssel, um unseren Wunsch vom Elektroauto in die Realität umzusetzen. Was wir damals noch nicht wussten: Eine Wallbox ist nicht mal eben installiert. Neben der Auswahl der passenden Ladebox für unseren Bedarf, gibt es zahlreiche Regularien und Prozessschritte, die durchlaufen werden müssen (willkommen in Deutschland!). Für welche Wallbox wir uns letztendlich entschieden haben und worauf ihr darüber hinaus achten müsst, lest ihr hier.

Auswahl der passenden Wallbox

Bei der Auswahl der richtigen Wallbox müsst ihr genau prüfen, welche zu Eurem Bedarf passt. Zwar gibt es viele Hersteller von Ladestationen für zu Hause, allerdings ist es durch die große Anzahl von Variationen schwer, einen Überblick zu behalten. Stellt Euch also im Vorfeld folgende Fragen:

  • Welchen Steckertyp hat mein aktuelles und ggfs. künftiges E-Auto?
  • Soll das Ladekabel integriert sein? Wie lang muss es sein?
  • Kann einphasig oder dreiphasig geladen werden? Welche elektrischen Möglichkeiten bestehen am Aufstellort?
  • Was ist die maximale Ladegeschwindigkeit, die der Akku des Autos verträgt?
  • Wie oft muss geladen werden und wieviel Zeit steht dafür zur Verfügung?
  • Wie groß ist der verfügbare Platz am Aufstellort? Wie groß darf also die Wallbox sein? Wie wichtig ist das Gehäusedesign?
  • Gibt es einen W-Lan- oder Netzwerkanschluss am Anschlussort? Falls nein, legt ihr Wert darauf, dass ihr die Wallbox mittels einer Applikation (z.B. auf dem Smartphone via Bluetooth) bedienen könnt?
  • Welche Konnektivität wünscht ihr euch?
  • Wird eine Verriegelungsfunktion benötigt wie beispielsweise in Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern?

Wir haben uns diese Fragen beantwortet und uns für die Wallbox Pulsar entschieden. Warum, das erkläre ich Euch entlang der Fragen.

Unboxing Wallbox Pulsar

Wallbox Pulsar: kompaktes Design und hohe Ladeleistung

Der Hersteller Wallbox bietet für alle Fahrzeuge den passenden Steckertyp an. Wir haben uns einen BMW i3 bestellt, der wie alle Elektroautos der deutschen Automobilhersteller und beispielsweise auch Tesla den Steckertyp 2 besitzt. Uns war zusätzlich noch wichtig, dass wir die Schnellladefunktion via CCS nutzen können, was allerdings keine Auswirkungen auf den Steckertyp hat. Es bleibt bei Typ 2, der bei Wallbox bei allen drei derzeit verfügbaren Produkten Commander, Pulsar und Copper möglich ist. Aus Komfortgründen wollten wir eine Wallbox nutzen, welche ein Ladekabel integriert hat. Nicht immer möchte ich das Ladekabel extra aus dem Kofferraum ziehen. Wir haben uns dafür entschieden, bei Wallbox das integrierte Kabel in der Standardlänge von 5 Metern zu nehmen. Reicht für unseren Fall vollständig aus; falls das bei jemanden nicht reichen sollte (zum Beispiel, wenn mehrere Autos zur Verfügung stehen und diese an unterschiedlichen Stellen am Chassis geladen werden müssen), besteht die Möglichkeit, gegen Aufpreis ein 10 Meter langes Kabel an der Wallbox Pulsar zu bestellen.

Aus einigen Testversuchen wissen wir, dass wir den i3 meistens nachts laden. Allerdings muss es auch möglich sein, in kürzerer Zeit Reichweite für min. 100km nachzuladen. Da die Kosten für eine Elektroinstallation für einphasiges Laden ähnlich waren wie für einen dreiphasigen Anschluss, haben wir uns dann für die zukunftsträchtigere Variante entschieden und somit die Variante gewählt, die eine maximale Leistung von 22 KW ermöglicht.

Das bedeutet, dass wir den i3 in etwa 1 Stunde so aufladen können, dass wir damit von München nach Garmisch-Partenkirchen fahren könnten (Vollladung in etwas über 3 Stunden). Der BMW i3 verträgt aktuell eine Ladung zwar nur bis 11 KW (16A auf 3 Phasen verteilt), allerdings fühlen wir uns damit gut für die Zukunft aufgestellt. Künftige Akkukapazitäten werden schnelleres Laden einerseits eher ermöglichen, andererseits aber auch notwendig machen. Die Strombegrenzung der Wallbox Pulsar ist über die Smartphone-App (verfügbar für iOS und Android) schrittweise einstellbar und bei uns nun auf 16 Ampere limitiert. Sollte ein künftiges Auto eine schnellere Typ2-Ladung vertragen, würden wir die Amperezahl dann einfach erhöhen. Absolut top, wie einfach das innerhalb der Wallbox-App funktioniert.

Bedienung der Wallbox Pulsar über die App

Wallbox Pulsar Smartphone App

Wallbox Pulsar App

Um die App zu nutzen, müsst ihr ein Konto (E-Mail Adresse und Passwort) anlegen, die eure Wallbox mit eurem Account verbindet. Wir haben uns auch hier bewusst für die Pulsar entschieden, da wir in der Tiefgarage keine LAN- (und erst recht keine W-Lan) Option haben, eine direkte Internetverbindung von der Wallbox also nicht möglich war. Die Pulsar hat ein integriertes Bluetooth-Modul, so dass sie über die App mit dem Smartphone verbunden werden kann. Wer eine direkte Internetverbindung möchte: Der große Bruder der Pulsar, die Wallbox Commander, besitzt einen festen Netzwerkanschluss.

Wir haben den Verbindungstest an der Pulsar mit einem Google Pixel der ersten Generation und einem iPhone 7 gemacht. Bei letzterem war der Verbindungsaufbau anfangs etwas hakelig, nach dem Firmwareupdate dann aber problemlos. Die Verbindung zum Android-Handy funktionierte von Beginn an.

Verbindung zwischen Smartphone und der Wallbox Pulsar steht? Dann habt ihr Zugriff auf die umfassenden Funktionen innerhalb der App wie beispielsweise das Abrufen von Informationen zu Ladegeschwindigkeit, -dauer und -leistung. Besonders spannend sind natürlich die dabei konsolidierten Ladeprotokolle, die eine umfassende Analyse eurer E-Mobilität erlauben. Aus meiner Sicht ein wichtiges Feature ist das Locking/Unlocking der Wallbox Pulsar über die App. So kann man in einer Tiefgarage, in der mehrere Autos stehen und der Ladeplatz theoretisch zugänglich ist, andere Lader aussperren. Lädt man mit voller Geschwindigkeit, entstehen immerhin Kosten von fast 7 Euro pro Stunde. Da sollen dann wirklich nur diejenigen Strom tanken dürfen, die auch danach gefragt haben ;-) Das Design der App wurde jüngst überarbeitet und kommt sehr intuitiv und übersichtlich daher.

Größe und Design der Wallbox Pulsar

Wenn man die Wallbox Pulsar dann mal in Aktion erlebt, ist das schon beeindruckend: Ich war ziemlich überrascht, dass diese hohe Ladegeschwindigkeit bei einer Wallbox, die so kompakt ist wie die Pulsar, schon möglich ist. Sieht man die Box beim Auspacken, glaubt man nicht, dass da ein 32A-Kabel reinpasst.

Wenn man an eine Wallbox denkt, hat man oft genug eine große, wandfüllende Ladeboxen im Hinterkopf – das ist bei der Pulsar definitiv nicht der Fall. Ihr seht es im Bild unten: Sie ist kaum größer als eine Erwachsenenhand (16 x 16 x 9cm). Die Pulsar fühlt sich neben den anderen Wallboxen wie eine Zeitreise in die Zukunft an. Die kompakte Größe der Pulsar hat nicht nur den Vorteil einer hochwertigen Optik, sondern ermöglicht eine Installation selbst an sehr engen Aufstellorten (zum Beispiel zwischen zwei Garagentoren). Apropos Aufstellort: die Pulsar beherrscht die Kommunikation mit anderen Wallboxen, so dass Lastmanagement in Tiefgaragen möglich ist. Das ist für viele Hausverwaltungen eine Grundvoraussetzung, um die Installation der Wallbox zu genehmigen.

Wallbox Pulsar – unser Fazit

Mit modernen Ladestationen für zu Hause ist elektrisches Autofahren bereits heute möglich. Die Wallbox Pulsar ist dabei ein besonderes Exemplar einer solchen Infrastruktur: sie sieht super aus, lässt sich einfach über das Smartphone bedienen ohne feste Netzwerkverbindungen vorauszusetzen und trotz ihrer sehr kompakten Ausmaße kann sie bis zu 22 KWh Energie abgeben und somit jeden noch so großen Akku in wenigen Stunden laden. Die Wallbox Pulsar ist ab 690 Euro (zzgl. MwSt) direkt beim Hersteller erhältlich.

Wallbox Pulsar mit LadekabelInstallierte Wallbox

4 Comments
  • Stephie
    says:

    Danke für den Kommentar. Eine Langsamlademöglichkeit zu Hause reicht in vielen Fällen aus, wenngleich ab einer bestimmten Akkugröße möglicherweise auch die Ladeverluste ansteigen, wenn sehr langsam geladen wird. Wie wir aber ja auch beschrieben haben, kann es passieren, dass man schnell eine größere Ladung braucht. Das geht dann nicht mehr ohne Wallbox. Die Wallbox Pulsar kann im Übrigen bis max. 22kW laden, aber sie kann auch langsam laden. Mit dem Komfort eines fest installierten Kabels ist das natürlich besonders schön. Da Sie ja auch ansprechen, dass es ein Problem geben könnte, wenn viele Autos parallel geladen werden: die Pulsar beherrscht die Kommunikation mit anderen Wallboxen, so dass hier ein effektives Lastmanagement verhindert, dass es zu Netzausfällen kommt.

  • Pauli Ahvonen
    says:

    Wir haben circa 1,5 Millionen elektrische Ladesäulen in Finnland seit der Energiekrise von 1973. Man kann die Ladung der Autos vergleichen wie folgt: Die vier Räder sind die Langsamlademöglichkeit zu Hause. Das Reserverad entspricht öffentlichen Lademöglichkeiten unterwegs oder bei der Heimfahrt.

    Sie sollten ihr Product in der FB-Gruppe bei Elektroauto D-A-CH-Fl zeigen. Da finden sie auch die Tabelle „Energieeffizienz“, die ich beim e-Mobility Kongress in Graz vor einigen Jahren fotografiert habe. Deutschland wird eine schöne Katastrophe erleben. Und das schon bei 3-5 Millionen BEV, wenn die öffentlichen Ladesäulen bald adaptiert sind.

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