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13 Tipps zur Entwicklung einer Corporate Identity

Illutration Corporate Identity

Beispiel für Corporate DesignStarke Unternehmensmarken (Corporate Brands) werden nur in den wenigsten Fällen auf dem Reisbrett entworfen. Sie entwickeln sich und erlangen so mit der Zeit immer mehr Aufmerksamkeit relevanter Zielgruppen. Ein einheitlicher Markenauftritt ist hierbei von großer Bedeutung, da dieser ein konsistentes Bild der Marke schafft und dieses in den Köpfen der Menschen verankert. Corporate Brands benötigen eine Identität (Corporate Identity), die sie einzigartig und unverwechselbar macht. Sie begleitet die Marke in ihrer Kommunikation nach Außen, setzt den Rahmen und gewährleistet somit eine durchgängige Wahrnehmung auf den unterschiedlichsten kommunikativen Ebenen. Die Persönlichkeit der Unternehmensmarke ist das erste, womit ein Außenstehender in Kontakt kommt. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, dass bei der Entwicklung einer solchen Corporate Identity einige grundlegende Dinge beachtet werden und nichts übereilt entworfen wird. Die wichtigsten Punkte habe ich im Folgenden zusammengestellt:

  1. Think first: Bevor du mit der Entwicklung der Unternehmensidentität beginnst, musst du dir klar darüber sein, wie dein Unternehmen in der Öffentlichkeit wirken soll. Dieser Gedanke bildet die Grundlage aller weiteren Arbeiten an der Corporate Identity. Fokussiere dich hierbei auf einen Grundgedanken, eine grundlegende Wesenseigenschaft der Unternehmensmarke. Um diese Eigenschaft weiter auszuarbeiten kannst du sie über maximal drei Unterkategorien operationalisieren – greifbar machen. Es gibt kein Patentrezept um auf diese Wesensmerkmale zu kommen. Meistens erfordert gerade dieser Schritt sehr viel Zeit, die du dir jedoch auch nehmen solltest. Arbeitet im Team und alleine – filtert Vorschläge und diskutiert diese erneut auf Sinnhaftigkeit und Konsistenz. Gerade dieser Schritt ist essenziell für die spätere Identitätsentwicklung und sollte daher nicht übereilt durchgeführt werden. Kreativmethoden zur Ideenentwicklung gibt es zur Genüge – sie sind in zahlreichen Büchern beschrieben (z.B. Kribbeln im Kopf).
  2. Den Wettbewerb analysieren: Sobald ihr euch über die Kerneigenschaften EURER Corporate Identity im Klaren seid, könnt ihr auch mal einen Blick auf den Wettbewerb werfen. Lasst euch nicht zu stark von dem beeinflussen, was ihr dort seht. Dieser Blick ist eher hilfreich, um Standards in bestimmten Branchen zu erkennen und ggf. Alleinstellungspotenziale zu heben. Seht euch auch deren Brandings an.
  3. Keep it simple: Das Logo und andere Features der Corporate Identity (CI) müssen einfach zu erkennen und zu merken sein. Die oberste Devise lautet daher „Keep it simple“. Ein schönes Logo bringt später keinem was, wenn es potenziellen Kunden nicht im Gedächtnis bleibt. Denn das ist der einzige Grund, wieso ein Logo überhaupt existiert. Achte also immer darauf, dass die Features nicht nur gestalterisch hochwertig, sondern auch effektiv sind. Ein anderer Grund, wieso diese Features immer einfach gehalten werden sollten, ist deren Verwendung auf sämtlichen Werbe- und Kommunikationsunterlagen. Ein Logo darf hier niemals die Aufmerksamkeit des Benutzers auf sich ziehen und somit von den eigentlichen Inhalten ablenken.
  4. Uniqueness: Neben der Einfachheit muss das Logo jedoch auch einmalig und vor allem einmalig gut sein. Wähle ein Logo, dass originell ist und aus der Masse hervorsticht, ohne dabei jedoch aufdringlich oder peinlich zu wirken.
  5. Konsistenter Farbcode: Die Verwendung von Farben innerhalb der Corporate Identity ist zwar an sich eine schöne und empfehlenswerte Sache. Denke nur immer daran, dass du dich an einen einmal definierten Farbcode auch immer halten musst. Wähle deshalb nie zu viele Farben, definiere statt dessen einige wenige Farben, die herausstechen, gut zueinander passen und die Stimmung und Botschaft transportieren, die dem Kunden vermittelt werden soll.
  6. Man kann nicht nicht kommunizieren: Sobald eine außenstehende Person dein Unternehmen wahrnimmt, kommuniziert sie mit dir – und du mit ihr! Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Coporate Identity über allen Kommunikationsmitteln liegt und diese somit denselben Stil tragen und eine Sprache sprechen. Egal ob Visitenkarte, Firmenbroschüre oder Werbemittel – die Gesamtheit dieser vielen Features schafft beim Gegenüber ein Gefühl für die Coporate Brand und entscheidet im Extremfall binnen Sekunden über Akzeptanz oder Nicht-Akzeptanz der Marke und des Unternehmens.
  7. Keine multiplen Persönlichkeiten schaffen: Verfügt ein Konzern über mehrere Marken ist unbedingt darauf zu achten, dass deren Identitäten sich nicht gegenseitig kannibalisieren, sondern einträchtig nebeneinander koexistieren können.
  8. Ein Universum in der Nussschale: Soll die Corporate Identity mit einem passenden Claim angefüttert werden, muss dieser auf engstem Zeichenraum den bedeutendsten Wert der Corporate Brand vermitteln. Überlege also gut: Wenn du deine Kunden, Interessenten, etc. nur eine Information mitgeben kannst – was möchtest du ihm sagen? Genau diese Aussage wird zur „catch line“ deiner Corporate Identity.
  9. Finger weg vom Patchwork Branding: Modernes, zeitgenössisches Branding verbindet oftmals mehrere Schriftarten auf engstem Raum. Dies kann, muss jedoch nicht unbedingt gemacht werden. Weniger ist manchmal mehr und erhöht Wiedererkennung und Vertrauen. Kombiniere nur Fonts, wenn dies auf zur Identität des Unternehmens passt. Benutze niemals zu viele Fonts – das lässt dein Kommunikationsmaterial uneinheitlich und zusammengeschustert aussehen.
  10. Die drei Pfeiler einer Corporate Identity: Die drei wichtigsten Elemente zur Herstellung einer Coporate Identity sind Logo, Unternehmensname und Claim. Hierfür sollte deshalb auch entsprechend Zeit veranschlagt werden. Diese drei Elemente müssen ein professionelles Bild abgeben – wobei professionell vor allem „durchdacht, stimmig und sauber gearbeitet“ meint. Auch wenn es sich nicht um ein klassisches oder traditionelles Unternehmen handelt ist Professionalität von großer Bedeutung, denn es zeigt den Kunden, dass ihr was von eurem Geschäft versteht.
  11. Denkt visuell! Eine gute Corporate Identity lässt sich auf wenige Begrifflichkeiten und Bilder zusammenfassen. Versucht diese Bilder und Codes zu erkennen und in die gestalterische Ausprägung der Unternehmensidentität einfließen zu lassen.
  12. Don’t do this again! Benutzt in keinem Fall Clip Art für die Erstellung von Logos und Kommunikationsmaterialien – IN KEINEM FALL!
  13. Ich habe keine Lupe: Logos mit dazugehörigem Text sollten in allen Kontexten gut lesbar sein. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Verwendung von Logos oder einzelnen Bestandteilen für sog. Favoritensymbole – „Favicons“. Diese sind lediglich 16x16px groß und werden in der Adresszeile des Browsers links neben der URL.
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