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Suunto 7

Ich hatte eigentlich schon mit Sportuhren abgeschlossen. Dann kam die Suunto 7. Lest hier mehr zu meinem Test der neuen Sportuhr.
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Die Sportuhr im Test

Ich gehe mittlerweile gerne laufen. Als ich damit anfing, war es eher ein Ausgleich zum Rennradfahren. Nun ist es zu meiner Sportart #1. Ich mag die Unabhängigkeit und die Spontanität. Ich genieße es auch, keine konkreten Ziele zu haben, bin aber gleichzeitig ehrgeizig genug, um mich hin und wieder in einer Wettkampfatmosphäre zu messen, wie beispielsweise bei der Ismaninger Winterlaufserie oder dem einen oder anderen Halbmarathon rund um München. Allerdings ist mein Wettkampf eher einer mit mir selbst als mit anderen, auch geht es mehr um die Gewissheit, meine Fitness (und damit Gesundheit) halten zu können. Um die wichtigsten Fitnessparameter im Blick zu haben, benötige ich etwas Equipment und damit sind wir beim Punkt: beim Laufen trage ich seit Jahren eine Sportuhr, um insbesondere Strecke, Zeit und Puls zu messen und die Daten dann auf die Fitnessplattform Strava zu übertragen, auf welcher ich die Auswertungen mache.

Ich hatte immer wieder Sportuhren der 300 bis 400 Euro Klasse, aber wenn ich ehrlich bin, waren diese nicht immer ihr Geld wert. Eines der letzten Phänomene war, dass meine teuerste Uhr einen Defekt im Höhenmesser hatte, der irreparabel war und vom Hersteller nicht auf Garantie getauscht werden sollte. Die Enttäuschung darüber war groß. Gewissermaßen hatte ich sogar mit Sportuhren abgeschlossen, auf Präzision verzichtet und alles über die Apple Watch getrackt. Die Strava-App auf der Watch ist allerdings sehr fehlerhaft. Das ist auf Dauer etwas nervig und wird auch mit den Updates einfach nicht besser. Und das, obwohl Strava wirklich eine fantastische Entwicklung gemacht hat. Eine Lösung musste also doch wieder her. Deshalb war die Freude groß, die Suunto 7 testen zu können. Ich hatte mich aber gleichzeitig entschieden, keinen Kurztest zu veröffentlichen, sondern die Uhr ausgiebig unter die Lupe zu nehmen, um wirklich alle Stärken und Schwächen beurteilen zu können.

Setup Suunto 7 mit Wear OS

Ich nutze die Uhr seit etwa zwei Monaten ausschließlich für sportliche Aktivitäten, sei es für das Laufen oder auf dem Spinning Bike. Doch nun von Anfang an. Die Suunto 7 ist hochwertig verpackt und sieht nach Entfernen der Schutzfolien gleich prächtig aus, wenngleich etwas wenig Zubehör mit dabei ist. Die Uhr liegt super auf dem Handgelenk und ich finde ihre 70 Gramm auch angenehm leicht. Um die Sportuhr zu nutzen, installiere ich zuerst das Android Betriebssystem Wear OS als App auf dem iPhone, verbinde die Uhr über Bluetooth mit dem Smartphone und konfiguriere dann alle Einstellungen. Das Betriebssystem von Google erlaubt die Nutzung des Google Assistant (Dialog eingeschränkt, weil die Uhr keinen eingebauten Lautsprecher hat), vor allem aber die Bezahlung über Google Pay. Praktisch ist, dass der Akku der Uhr ausreicht, um sofort starten zu können. Nachdem man Wear OS installiert hat, empfiehlt es sich, direkt danach auch die Suunto App aus dem Appstore downzuloaden und zu installieren. Dies erfordert ein Profil und gibt zusätzlich Möglichkeiten für die Synchronisation, beispielsweise den Strava Connect. Ich bin hier auch oftmals im Zwiespalt zwischen Aufwand des Setups und des Nutzens: einerseits mag ich gute Software, andererseits vermisse ich manchmal die Einfachheit der Sportuhren vor der Smartphonezeit. Hier ist aber alles sehr einfach zu handhaben und es gibt keine Fehler oder Abbrüche.

Der erste Eindruck und ein paar Details zum Test der Suunto 7

Ich gehe also mit der Uhr laufen und muss sagen: ich bin begeistert. Das Auffinden der Satelliten für GPS ist blitzschnell (wohl auch dank der Smartphoneanbindung), die Steuerung der Musik der Kopfhörer über die Uhr praktisch, die Messungen genau, das Display der absolute Hammer. Mittlerweile war ich mit der Uhr weitere 27 Male unterwegs und der erste, so positive Eindruck bleibt. Ich möchte gerne schildern, was mir in dieser Zeit aufgefallen ist.

Wenn ich ein Synchronisationsproblem hatte zwischen der Uhr und der Suunto App oder Strava hatte, lag es immer daran, dass man die Suunto 7 leicht “aufwecken” muss. Dies hat folgenden Hintergrund: Die Uhr geht nach der Nutzung in den sogenannten Zeitmodus, der mehrere Tage hält. Der Hersteller gibt hierfür vierzig Tage an; ich kann das weder dementieren noch prüfen, da ich zu gerne und zu oft mit der Uhr laufen gehe :-) Ich kann mir aber vorstellen, dass die Uhr etwa zwei Wochen in diesem Modus halten kann. Jedenfalls muss die Uhr kurz aus dem Zeitmodus erweckt werden und sofort wird wieder eine Bluetoothverbindung aufgebaut und die Synchronisation gestartet.

Pluspunkt: Batterielaufzeit

Sehr positiv finde ich die Laufzeit der Batterie, man kann ohne Probleme mehrere Läufe über mehrere Tage verteilt machen, ohne sich größere Sorgen wegen der Batterielaufzeit machen zu müssen. Durch ein sehr kompaktes Ladegerät wird die Uhr wieder auf volle Kapazität gebracht, was sehr praktisch für unterwegs ist. Ebenfalls top sind die Sportprofile der verschiedenen Sportarten; beim Laufen werden ohne Eingabe die Kilometer als Runde erfasst, beim Spinning immer nach einer bestimmten Zeit (voreingestellt sind hier 10 Minuten). So lässt sich die Leistung gut vergleichen, ihr wisst, wie wichtig mir das ist. Die Messgenauigkeit ist ebenfalls sehr hoch, sowohl im GPS-Bereich als auch bei der Herzfrequenzmessung.

Fazit

Ihr ahnt es. Die Suunto 7 ist mir derart ans Herz gewachsen, dass ich zum Joggen weder meine Apple Watch noch meine bisherige Sportuhr von Garmin jemals wieder benutzt habe. Das wird so bleiben.


Sportuhr Suunto 7 im Sleep Mode
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