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5 Dinge, die ich über das Rennradfahren gelernt habe

Meine persönlichen Rennrad Learnings

Auch wenn ich schon ein bisschen länger Rennrad fahre, seit einigen Jahren verfolge ich diesen Sport nun mit einer gewissen Kontinuität und Leidenschaft. Im Sommer drehe ich fast jeden Tag am Abend meine Nordrunde Richtung Garching und Ismaning und jage Strava Segmenten hinterher. Auch im Urlaub ist mein Rennrad meist dabei und führt mich an die versteckten Spots meiner Urlaubsländer. Ich habe seitdem wahnsinnig viel dazugelernt. Ich kann mittlerweile viel besser einschätzen wozu mein Körper und mein Bike in der Lage sind und wann eine Pause zur Regeneration notwendig ist. Was ich seitdem noch dazugelernt habe? Hier kommen meine persönlichen Rennrad-Learnings:

1 Der Hungerast kommt plötzlich und schlägt mit voller Unerbittlichkeit zu

Diese Situation hatte ich tatsächlich bereits häufiger. Ich bin auf einer längeren Strecke unterwegs und komme mit gutem Tempo voran. Dann, ohne irgendwelche Vorankündigungen, breche ich ein. Nichts geht mehr. Meine Mitfahrer blicken sich ratlos um. Meine Glykogenspeicher sind komplett leer – ein Kohlehydratschub muss her und die Pause ist damit erzwungen. Ich habe nun immer ein paar Snacks wie Müsliriegel dabei, um diesem Tief vorzubeugen. Wenn ich auf längeren Fahrten kontinuierlich esse, komme ich nicht in die Situation. Übrigens: Auch in der Produktion selbstgemachter Müsliriegel habe ich mich deutlich verbessert – die sahen am Ende der Saison auch nicht mehr ganz so kümmerlich aus wie noch zu Beginn…

2 Es gibt kein besseres Gefühl als auf einem Pass anzukommen

Während ich zuvor jede Steigung eher mit Skepsis als mit Begeisterung aufgenommen habe, bin ich mittlerweile begeisteter Bergfahrer. Es stimmt schon: man kommt nicht so schnell voran wie man es sonst beim Rennradfahren kennt. Dafür ist das Gefühl oben am Pass zu stehen echt unbeschreibbar gut. Nur noch getoppt von einem anderen Gefühl – dem auch vier Pässen anzukommen! Die Sella Ronda war eines meiner bisherigen Highlights – ein paar weitere Alpenpässe stehen noch auf der Bucketlist, z.B. die Schönheit unten im Bild.

Stilfser Joch von Oben
Das Stilfser Joch ist ein Rennrad Klassiker in den Alpen. 48 Kehren führen auf den zweithöchsten asphaltierten Gebirgspass der Alpen.

3 Früh in die Saison zu starten ist wichtig

Das ist mein absoluter Pro-Tip an euch: In München gibt es bis Ostern keine wirkliche Garantie für gutes Wetter und einigermaßen rennradfreundliche Temperaturen. Deshalb sind wir bereits häufiger direkt nach unserem Winterurlaub nach Mallorca geflogen um dort in die Saison zu starten. Anfang März war es da zwar auch noch frisch, dafür aber auch sehr leer auf der Insel. Perfekte Bedingungen um eine Woche lange jeden Tag eine Tour zu wagen. Mallorca eignet sich dafür einfach perfekt, da es sehr abwechslungsreich ist und wir langsam an unserer Form arbeiten können :) Wir haben wahnsinnig viel entdeckt und das mallorquinische Hinterland erkundet und sind darüber hinaus superfit in die Saison gestartet.

4 Gute Planung ist alles – ein Tacho hält mich bei Laune

Nichts, wirklich nichts, frustriert mich so, wie eine schlecht geplante Tour, die alle paar Kilometer in einer Sackgasse endet. Was zudem wirklich nervt ist eine Strecke die sich ausschließlich auf vielbefahrenen Straßen abspielt. Mir geht es nicht nur darum, möglichst viele Kilometer in möglichst kurzer Zeit abzuspulen. Was ich am Rennradfahren so mag ist, dass man viele neue Orte und Strecken abseits der vielbefahrenen Straßen entdeckt. Nur so findet man raus, dass es den wirklich allerbesten Kuchen weit und breit im Markt-Café in Isen gibt. Markus weiß das mittlerweile schon und übt sich in akribischer Routenplanung. Zwei Apps helfen ihm dabei: Strava und Komoot. Was mich neben einer gut geplanten Route motiviert ist der Blick auf meine Leistungsdaten über den Tacho. Trete ich mit konstanter Frequenz in die Pedale? Kann ich meine Durchschnittsgeschwindkeitkeit über den Sommer hinweg steiger? Diese Details halten mich bei längeren Touren bei Laune und motivieren mich, vollen Einsatz zu gehen. Lest hierzu auch unseren Test des Garmin Edge 1030.

5 Es ist nicht der Körper der „nein“ sagt – es ist der Kopf

Für dieses Problem habe ich noch keine Lösung gefunden – aber Erkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Müde Beine sind das eine, aber ein müder Kopf bringt mich immer noch regelmäßig  aus dem Tritt. Kennt ihr das und was ist euer Rezept dagegen?

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