Essentials Blog

Isadore Apparel – Interview mit Peter Velits

Model mit Isadore Apparl Bekleidung

Ein Gespräch über Trends in der Rennradbekleidung

Isadore Apparel steht für die Verbindung von Radsportbekleidung und Mode, von Design und Funktionalität. In meinem Portrait von Isadore Apparel habe ich euch die Marke und ihre Produkte im Detail vorgestellt. Und ich habe euch noch ein kleines Highlight versprochen, das hier folgt: das Interview mit Isadore Apparel Gründer Peter Velits. Lest im Interview, woher der Name Isadore Apparel stammt, was den Brüdern Martin und Peter Velits beim Thema Radbekleidung wichtig ist, und wo man in der Slowakei am besten Rennrad fahren kann.

Über Isadore Apparel und die Zukunft der Marke

Stephie: Lass uns zuerst über euren Markennamen Isadore sprechen: Ist das der Name einer besonderen Person, der Titel eures Lieblingssongs oder was bedeutet er genau? Was ist die Geschichte dahinter?

Peter: Du liegst richtig mit deiner Vermutung. Ich habe zusammen mit meinem Bruder überlegt, wie wir unsere Marke nennen wollen. In dieser Zeit haben wir oft den Song „Isadore“ von Incubus gehört. Wir mochten den Titel – der Name hörte sich für uns besonders an und so haben wir uns entschlossen unsere Marke Isadore zu nennen. Später haben wir auf Wikipedia nachgesehen, ob der Begriff eine tiefere Bedeutung hat. Wir fanden heraus, dass Isadore ein Geschenk der Göttin Isis aus der griechischen Mythologie ist. Isis war die Patronin der Natur und Magie. Wir mochten sehr, wie gut das passte.


Stephie: Was sind eure Pläne für die Saison 2016? Bringt ihr eine komplett neue Kollektion oder werdet ihr die bestehende durch mehr Farben und Varianten erweitern?

Peter: Von beidem etwas: Wir werden ein paar komplett neue Produkte auf den Markt bringen. Daneben werden wir auch die Farbpalette der meisten Modelle erweitern. Wir sind schon sehr gespannt darauf, da wir jedes Jahr aus einer großen Bandbreite an neuen Optionen wählen können.


Stephie: Kannst du uns bereits eine Preview auf die neue Kollektion geben?

Peter: Wir wissen, dass aktuell noch ein paar leichte Westen und Jacken in unserer Kollektion fehlen. Das wird sich nächstes Jahr ändern. Bisher hatten wir nur „heavy-duty“ Westen und Jacken für sehr kaltes Wetter, die man nicht in die Trikottasche stecken kann. Diese wichtigen Produkte werden rechtzeitig zur Saison 2016 auf den Markt kommen.


Stephie: Welche großen Trends siehst du im Bereich Radsportbekleidung für das nächste Jahr?

Peter: Momentan sehen wir einen Trend darin, so viele Farben wie möglich auf einem Rennradtrikot zu verbinden. Besonders Lycra Jerseys tendieren dazu, sehr farbenfroh zu sein. Dieser Trend wird uns noch eine Zeit begleiten. Ich denke jedoch, dass Rennradkleidung mit klassischen Mustern und Schnitten immer ihre Käufer findet. Wir glauben fest daran, dass Rennradbekleidung für Frauen viel mehr Aufmerksamkeit bekommen wird als das bisher der Fall war. Frauen wollen sich auch während des Sports gut kleiden. Das sieht man bei vielen anderen Sportarten wie Laufen, Yoga, Fitness und so weiter – im Rennradsport ist das noch nicht so stark ausgeprägt. Ich denke, das wird sich bald ändern.

Über den Design-Entwicklungsprozess der Isadore Produkte

Stephie: Wie stark beeinflussen die Materialien, die ihr verwendet, das Design eurer Produkte? Und was kommt zuerst: die Auswahl der Stoffe oder das Design?

Peter: Die Stoffe und Materialien haben immensen Einfluss auf das Design. Es gibt zum Beispiel gewisse Restriktionen bei Merino-Stoffen, was die Kombination von Farben betrifft. Wir verwenden diesen Stoff, da wir überzeugt sind, dass es sich dabei um das perfekte Material für Rennradbekleidung handelt. Deshalb schauen wir zuerst auf das Material und entwickeln basierend darauf das passende Design.


Stephie: Was inspiriert euch, wenn ihr neue Produkte und Designs entwickelt?

Peter: Es gibt einige Dinge, die uns inspirieren. Mein Bruder ist die meiste Zeit in diesen Prozess involviert. Unsere Climber Collection basiert zum Beispiel auf unseren Erfahrungen mit den Anstiegen, nach denen die Teile benannt sind. Wir fuhren den Col de la Bonette oder den Mt. Fuji. Mit dieser Kollektion wollen wir diese legendären Anstiege für unsere Kunden erlebbar machen.


Stephie: Du und dein Bruder, ihr seid beides Profis. Ich würde mich eher als Einsteiger bezeichnen. Passt eure Rennradbekleidung zu unser beider Bedürfnisse?

Peter: Da bin ich mir ziemlich sicher. Wir fahren natürlich in unserer Teamkleidung. Die Kleidung die wir mit Isadore Apparel herstellen ist die, die wir wählen würden, wenn wir das nicht müssten. Unsere Marke ist „Von Fahrern für Fahrer“ und damit meinen wir Rennradfahrer aller Skilllevels. Egal, ob du ein Anfänger oder ein Profi bist – du wirst es genießen, in Isadore Radbekleidung zu fahren.


Stephie: Ich habe kürzlich eine schöne Bildunterschrift in einem eurer Posts auf Instagram gelesen. Darin stand „In einer Rennradwelt, die von Männern dominiert wird, haben Frauen das Recht wie Frauen auszusehen, wenn sie auf  Tour gehen.“ Ich mochte das Zitat. Erzähl mal, was bedeutet es für euch?

Peter: Das hängt mit der Antwort weiter oben zusammen. Wir finden, dass Frauen auf ihren Rennrädern so gut wie möglich aussehen dürfen – genauso wie sie es bei anderen Sportarten tun. Frauen sollten auch auf dem Rad ihre Weiblichkeit zeigen. Einige weibliche Fahrerinnen machen das bereits und wählen sehr schöne Rennradbekleidung. Das ist ein Trend, der noch viel stärker kommen wird.


Stephie: Ich muss zugeben, dass ich bisher keine Isadore Apparel Bekleidung in meinem Kleiderschrank habe. Was würdet ihr mir vorschlagen?

Peter: Das kommt total drauf an, ob du das ganze Jahr über oder nur an schönen, sonnigen Tagen fährst. Wir haben Produkte für Frauen, die gerne auch bei schlechtem, kalten Wetter fahren und solche für sehr hohe Temperaturen. Für den Anfang würde dir eines unserer Signature Jerseys empfehlen, da es ein sehr vielfältiges Teil ist. Dazu empfehle ich dir unser Langarm Trikot für kältere Tage. Unsere Radhosen passen perfekt zu den beiden Oberteilen.

Isadore Apparel Signature Jersey

 

Rennradfahren in Deutschland und in der Slowakei

Stephie: Es gibt eine starke und lebendige Rennrad-Community in Deutschland. Was sind eure Pläne für den deutschen Markt?

Peter: Deutschland ist ein sehr wichtiger Markt für uns. Wir haben bereits ein paar Retail-Partner in Deutschland, würden unsere Kooperationen aber gerne weiter ausbauen. Es gibt viele richtig gute Radläden in Deutschland, die sehr gut zu Isadore Apparel passen würden. Das ist eigentlich unser Hauptziel: Isadore näher an die deutschen Kunden zu bringen.


Stephie: Rennradfahren im Winter ist in Deutschland nicht ganz leicht oder nicht möglich. Hast du eine Alternative für uns?

Peter: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele unserer Kunden gerne auch bei schlechtem Wetter Rennrad fahren. Es gibt ihnen das Gefühl, ihren Körper noch stärker zu fordern und außerhalb ihrer Komfortzone zu fahren. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass unsere Winterprodukte ihnen den nötigen Komfort geben :)


Stephie: Wo fährst du am liebsten Rennrad? Hast du einen Touren-Tipp für unseren nächsten Aufenthalt in der Slowakei?

Peter: Wir mögen die Gegend, in der wir leben sehr. Es ist angenehm hügelig mit ein paar netten Ausblicken. Ein anderes Gebiet, das sich gut zum Rennradfahren eignet, ist in der Hohen Tatra. Wir fahren darüber hinaus auch gerne in St. Moritz. Das ist ein toller Ort für ein Höhentrainingslager.

Vielen Dank, lieber Peter für das interessante Interview. Ich freue mich schon auf die neue Kollektion und spannende News von Isadore Apparel!

Schreibe einen Kommentar
*
*
*

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.