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Wanderung aufs Rotwandhaus

Rotwandhaus im Schnee

Wenn wir am Wochenende zusammen wandern gehen, versuchen wir durch die Ruhe der Natur unserem teils hektischen Alltag zu entfliehen. Um diese Ruhe zu finden, ist mittlerweile immer mehr Planung nötig: Berge, Plätzchen, Aussichtspunkte zu finden, die kaum einer kennt, wird zunehmend schwer und lohnt sich dennoch in den meisten Fällen. Die Wanderung hoch zum Rotwandhaus über dem Spitzingsee ist das genaue Gegenteil dessen: Alle Wanderwege werden stark frequentiert (im Sommer wie im Winter), oben auf der Hütte gibts fade Wartezeiten bei der Essensausgabe und noch dazu herrscht Platzmangel trotz vieler Sitzplätze. Wanderlust adé? Ganz und gar nicht. Die Wandertour auf die Rotwand ist ein Klassiker – zurecht!

Rotwandhaus Wanderung from Essentials Blog on Vimeo.

Vielfalt als Stärke der Rotwand

Ich war in den letzten Monaten gleich mehrfach auf der Rotwand. Wenig einfallsreich, sagt ihr? Ich behaupte: Kaum eine Hütte ermöglicht so viele verschiedene Aktivitäten. Das liegt zum einen daran, dass das Rotwandhaus mit wenigen Ausnahmen ganzjährig öffnet. Das kommt mir deswegen entgegen, weil ich eine Hütteneinkehr liebe und bei dem Kaiserschmarrn im Rotwandhaus nie “nein” sagen kann. Durch die exponierte Sonnenlage ist der Berg auch fast das ganze Jahr über zu meistern, ohne durch Schneemassen waten zu müssen. Ist die Schneehöhe ausreichend, macht es besonders viel Spaß, den Wanderweg bergab zu rodeln. Ist der Weg wiederum schneefrei, entdeckt man viele Mountainbiker, die sich die MTB-Tour hoch zum Rotwandhaus vornehmen. Während des diesjährigen milden Winters bin ich auch zum ersten Mal mit dem MTB hoch. Die Strecke gilt mittlerweile auch vielen E-Bikern als attraktive Tour. Mit einer Akkuladung kommt man problemfrei hoch und je nach Skill-Level auch auf alternativen Wegen recht spannend wieder runter.

Wanderer am Spitzingsee

Aussichtspunkt Wanderung Rotwandhaus

Hütte auf dem Weg zur Rotwand

Zwar ist der Wanderweg gut befahrbar und die Höhenmeter in Summe (etwa 800 hm am Stück) nicht so wild. Dennoch braucht es schon etwas Saft in den Oberschenkeln, um die Rotwand ohne Stopp auf dem Rad (ohne Akku) zu erklimmen. Die bekannten Steilrampen haben den ein oder anderen aber auch schon den Tränen nahe gebracht. Namen behalte ich für mich :-)

Im Sommer lässt es sich über unsere Standardroute über den Pfanngraben (bayerisch: Pfandlgraben) am schönsten wandern und in den wunderbaren Gumpen die eine oder andere Erfrischungspause nehmen. Zwar sollte man hier insbesondere mit kleineren Kinder etwas vorsichtig sein, dennoch ist auch der Weg geeignet, um mit der gesamten Familie hochzugehen – etwas Fitness vorausgesetzt.

Forstweg zum Rotwandhaus

Kinder haben hier viel zu entdecken und durch mehrere bewaldete Wegstücke und viel Wasser drumherum ist es auch im Sommer bei mittlerer Hitze gut zu wandern. Hier wird es auch deutlich ruhiger, sehr viel weniger Wanderer sind auf der Pfanngraben-Route unterwegs. Warum? Ich weiß es nicht, sie ist jedenfalls viel schöner als der direktere Forstweg, den man im Winter bevorzugen muss. Eine Wegbeschreibung oder Wanderkarte zum Rotwandhaus kann man sich getrost sparen. Ab dem Parkplatz ist der Weg so linear und zudem gut ausgeschildert, dass er nur sehr, sehr schwer zu verfehlen ist. Eine Inspiration zur Wanderung aufs Rotwandhaus findet ihr in der interaktiven Wanderkarte.

Wanderschilder Spitzingsee

Da ich das Bergabsteigen nicht so gerne mag, gehen wir am Liebsten den direkten Versorgungsweg zurück zum Parkplatz am Spitzingsee oder über einen kleinen Umweg zur Taubensteinbahn rüber und von dort mit der Bahn bergab. Auch mit Großeltern oder Leuten, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ist die Option der Taubensteinbahn eine schöne Gelegenheit, sich trotzdem oben auf dem Rotwandhaus zu treffen und die einzigartige Aussicht zu genießen.

Letztes Wanderstück zur Rotwand

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