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nearBees: Regionalen Honig beziehen

Frühstückstisch mit Honig von nearbees

Honig von nebenan geht jetzt ganz leicht. Das Startup nearBees aus München hilft unserem ökologischen Gewissen auf die Sprünge und macht den Kontakt zwischen Imkern und Honig-Essern ganz einfach.

Wusstet ihr, dass ca. 80% des Honigs der in unseren Supermärkten steht importiert wurde? Mich hat diese Info total überrascht. Honig war in meiner Wahrnehmung immer ein absolut regionales Produkt – das kauft man doch beim Imker am Ort. Wieso in aller Welt sollte man das denn aus Argentinien oder Mexiko beziehen? Vermutlich weil es günstiger ist und weil die Nachfrage nach regionalen Produkten immer noch erschreckend niedrig ist. Aber damit ist es leider nicht getan. Denn auch wenn wir das Endprodukt – den Honig – immer günstiger von irgendwo beziehen, die Hauptleistung der Bienen – die Bestäubung von Pflanzen – können wir nicht auslagern. Die Arbeit der Bienen ist so essenziell für unser Ökosystem, doch die Wahrnehmung und Wertschätzung dafür ist leider immer noch nicht in unserer Gesellschaft angekommen. Das muss sich ändern. Aus diesem Grund möchte ich euch heute ein neues Startup aus München vorstellen. nearBees.

Honig von Nebenan: Wie klingt das?

Wie wäre es also, wenn der Honig auf deinem Frühstücksbrot nicht aus Argentinien oder Mexiko stammen würde, sondern von Nebenan? Und mit Nebenan meine ich auch Nebenan – ja wirklich um die Ecke, im Nachbargarten oder vom Nachbarbalkon. Was wäre wenn die Biene, die deinen Honig produziert hat vielleicht sogar in deinem Garten vorbeigeschaut und die Pflanzen auf deinem Balkon bestäubt hat?

Das wäre super und genau das ist die Kernidee hinter nearBees. Das Startup hat es sich zur Aufgabe gemacht, Honigkonsum wieder zu regionalisieren und lokale Imker zu stärken. Dafür stellt nearBees eine Plattform zur Verfügung auf der Imker und Honigkonsumenten zusammenfinden. Und das geht ganz einfach:

nearBees_Suche nach Bienen in deiner Nachbarschaft

Teilnehmende Imker stellen den Honig ihrer Bienen auf der Online-Plattform von nearBees zum Verkauf oder vergeben Bienenpatenschaften an Geschäftskunden. Alle Honigliebhaber können dann direkt auf der Website nach Bienenvölkern in ihrer Umgebung suchen und deren Honig direkt bestellen oder einen Termin zur Abholung vereinbaren.

nearBees_Der Honig von nearBees wird bequem als Briefpost verschickt

Der Honig kommt per Briefsendung zu euch und zwar kostenlos – ihr zahlt keinerlei Versandkosten. Das nenn ich Service! Eine neue Art der Verpackung macht dabei den Versand noch einfacher und vor allem für beide Seiten rentabel. Das ist nicht nur super praktisch, sondern auch super durchdacht und gibt Extrapunkte was die Konsequenz der Geschäftsidee betrifft. Am besten füllt ihr ihn dann in ein Glas eurer Wahl um, da die Versandpackung bisher noch keine Dosiermöglichkeit besitzt.

nearBees_UmfÅllen in ein Honigglas

Wer steht hinter nearbees?

Die Idee von nearBees stammt von Mitgründerin Viktoria Schmidt – selbst Imkerin und zwar aus Tradition. Nachdem der Verkauf des Honigs neben Studium und Beruf immer schwieriger wurde, musste eine Idee her, wie der gute Honig nicht im Keller verstaubt, sondern dennoch an den Mann gebracht werden kann. Ähnlich ging es auch vielen ihrer Imkerkollegen. Mit der gleichzeitig steigenden Nachfrage nach regionalen Produkten im Hinterkopf entstand die Idee für nearBees. Mit Michael Gelhaus, Kristian Knobloch und Dominik Krebs holt sich Viktoria die richtigen Leute ins Boot um die Idee zum Leben zu erwecken und das Startup zu gründen.

Das Team von nearBees

Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und halte euch hier auf dem Essentials Blog natürlich auf dem Laufenden.

 

 

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