Da ist diese Idee in unseren Köpfen. Schon seit einigen Monaten… Emissionsfrei Autofahren. Wir sprechen häufig darüber wenn wir am Morgen in die Arbeit fahren und uns mal wieder bewusst wird, wieviel CO2 wir und die vielen anderen da gerade in die Atmosphäre blasen. Oder wenn wir in einem Café in der Innenstadt sitzen und genervt sind von all dem Verkehrslärm. Denn auch Lärm ist Emission und reduziert die Wohnqualität in den Innenstädten massiv.

Einfach mal machen?

Wir hätten gerne ein Elektroauto – nicht erst in 10 Jahren mit Häuschen im Grünen und einer Steckdose in der Garage. Nein, jetzt. Wieso also nicht einfach machen? In der Diskussion kommen wir immer wieder auf die gleichen Punkte: Ist die Ladeinfrastruktur schon gut genug und wo laden wir das Auto in der großen Tiefgarage unseres Mehrfamilienhauses? Lohnt sich von Anfang an die Investition in eine teure eigene Lademöglichkeit – eine Wallbox? Wenn nein, welche Auswirkungen hat das auf unseren Alltag? Und falls ja, geht das überhaupt? Was bedeutet das für die Hausgemeinschaft und hat dann bald jeder eine kleine Box in der Tiefgarage hängen, was vermutlich recht schnell unseren Hausanschluss in die Knie zwingen wird? Und was ist mit Reisen und spontanen Wochenendausflügen? Was passiert, wenn wir fest mit einer Lademöglichkeit auf dem Weg planen und diese dann belegt, oder noch schlimmer: defekt ist? Was, wenn wir festsitzen irgendwo an einer schmucklosen Autobahn-Raststätte im Nirgendwo?

Worauf warten?

Ein Nachbar hat sich bereits eine Wallbox in der Tiefgarage installiert. So schwer ist das gar nicht – man benötigt nur eine Erlaubnis der Hausverwaltung oder die Zustimmung der Eigentümer. Individuelle Stromzähler sorgen dafür, dass jeder das zahlt, was er verbraucht. Darüber hinaus unterstützen viele Städte und Kommunen diese Anschaffung mit einem kleinen Umweltbonus. Voraussetzung für die Förderung in München ist zum Beispiel, dass die Lademöglichkeit nachweislich durch regenerativ erzeugten Strom versorgt wird. Gefördert werden dann bis zu 20 % der Nettogesamtkosten.

Beispielrechnung Wallbox-Förderung

Kosten Wallbox (inkl. MwSt): 800 Euro
Arbeitsleistung Elektriker (inkl. MwSt): 800 Euro
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Gesamtsumme (inkl. MwSt): 1.600 Euro,
Gesamtsumme (ohne MwSt): 1.345 Euro

Förderbetrag 20%: 269 Euro.
Gesamtkosten inkl. Förderung und MwSt: 1331 Euro

Und auch im Bereich der Lademöglichkeiten unterwegs gibt es viele Lösungen. In Europa gibt es zudem eine gewisse Standardisierung was den Stecker-Typ des Ladekabels betrifft: Viele große Hersteller (z.B. Mercedes, BMW, Tesla, Audi, VW) setzen auf den Typ-2-Anschluss. Das Netz an Elektrotankstellen ist darüber hinaus schon viel größer als es noch vor ein paar Jahren war und wächst kontinuierlich.  Ja, worauf eigentlich warten?

Es ist diese Unsicherheit, die uns momentan noch zurückhält: Ist die Technologie schon so weit, dass sich ein Investment lohnt? Sollten wir nicht lieber noch ein wenig warten, bis die Batterien eine höhere Energiedichte aufweisen und uns mehr Reichweite garantieren? Fast alle Autobauer haben spannende Modelle in der Pipeline – aber eben auch nur dort. Auf dem Markt hat sich in Punkto Elektroautos in 2017 nicht viel getan und wir finden aktuell wenig, was uns restlos überzeugt. Gleichzeitig sind wir uns sicher: Wir möchten frühe Nutzer sein und mit gutem Beispiel voran gehen.

Was nun?

Aktuell testen wir unterschiedliche Modelle auf Machbarkeit und Sinnhaftigkeit. Darunter fallen Fragestellungen wie „Kauf oder Leasing?“ und „Mit/ ohne Range Extender“. Auf viele der Fragen haben wir noch keine abschließende Antwort. Soviel vorweg: Letztes Wochenende durften wir den smart forfour ed für einen kleinen Testlauf  ausleihen. Unseren Erfahrungsbericht lest ihr am Freitag hier auf dem Blog.