Wer ab und zu auf meinen Instagram Account schaut weiß, das wir im November in New York waren und dabei möglichst allen Tourismus-Klassikern aus dem Weg gegangen sind. Das heißt: kein Besuch der Freiheitsstatue, kein nerviges Hop-on-Hop-off-Sightseeing, keine Liftfahrt auf das Empire State Building. Also eher über die Williamsburg – als Brooklyn-Bridge. Raus aus dem Hotel und rein ins Leben bedeutete für uns auch, einem synthetischen Fitness-Center zu entsagen, was als Sports Addict manchmal gar nicht so leicht war.

Da in New York gerade Rennrad-Fahren ziemlich angesagt ist, hatte ich im Vorfeld schon die wichtigsten Shops (auch hier ist Williamsburg cooler als Manhattan), vor allem aber Spinning Courses in NYC recherchiert. Ganz oben auf meiner Liste stand hierbei ein nagelneuer Club, der gleichzeitig als Flagship-Store für ein Mode- und Spinning-Rad-Label funktioniert: Peloton.

Da der Club nur unweit von der bei uns beliebten Fußgängerautobahn Highline-Park (zu unserem Mantra gehörte auch, die ganze Stadt zu erkunden und hierbei nicht eine einzige Station mit der Metro zu fahren…) entfernt war, machten wir uns auf, um die wichtigsten Infos einzuholen. Das superfreundliche Personal in dem Laden lud uns nach einem kurzen Rundgang im cleanen und lässig gestalteten Studio zu einem gratis Spinning Kurs am nächsten Tag ein. „Bringt nichts mit außer guter Laune – alles andere bekommt ihr von uns“. Für uns besonders praktisch, dass mit „alles andere neben Getränken, Handtüchern, Duschaccessoires auch Rennradschuhe im bekannten Formfaktor SPD-SL dazugehörten. Das schonmal vorne weg: ich habe noch nie so einen Rundumservice erlebt wie hier.

Schon jetzt taten wir uns schwer, keine Rennradkleidung von Peloton zu kaufen – das Zeug sieht verdammt gut aus. Das absolute Highlight – und das war sehr schnell erkennbar – ist jedoch das eigens für den Club entwickelte Spinningbike, das einem klassischen Fitnessrad ähnelt, jedoch um ein Wattmess-System und einen riesigen LED-Bildschirm erweitert ist. Das Rad sieht in Wirklichkeit noch viel besser aus als im Video und ist auch für den Gebrauch zu Hause gestaltet.

Peloton: Spinning Class at it’s best

Am nächsten Tag sind wir dann in den Kurs gegangen – während noch der Kurs vor uns ordentlich strampelte, bekamen wir letzte Instruktionen vom Team, ehe es dann los ging. Die Bikes werden nach jedem Kurs einmal komplett sauber gemacht, neue Trinkflaschen montiert und – tatsächlich – es wird jedem Kursteilnehmer einzeln geholfen, das beste Fitting auf dem Bike zu bekommen. Nach einem kurzen Warm-up ging es dann richtig ans Eingemachte. Von den klassichen Spinningkursen kennt man ja, dass ordentlich Schweiß fließt. Das bekommt im Peloton nochmal eine neue Dimension. Ich meine, dass ich mich noch nie so auf einem Rennrad verausgabt habe. Der Grund? Die spezielle Motivation, auf der Highscoreliste, die auf dem Monitor jedes Bikes angezeigt wird, nach oben zu rutschen. Gibt man mehr Gas, machen das die anderen auch. So steigert sich jeder sukzessive, bis man tatsächlich an seine persönliche Grenze kommt. Lässt man es kurzzeitig etwas lockerer angehen, wird man recht flott von der Kursleiterin motiviert: „Hey Markus, it’s up to you. This is your class. Come on!“. Ein ganz großer Spaß.

Nach dem Training kann man in noch ein wenig in der sehr gemütlichen Lounge rumhängen, Wasser trinken und Obst essen. Das Rundum Paket ist wirklich super – da rechtfertigt sich auch der durchaus hohe Preis für eine Trainingseinheit.

Lounge Peloton Spinning Club Lounge und Bar im Peloton Club