Wir durften das Angebot von Fitrate exklusiv für vier Wochen testen. Dafür haben wir zwei Tester ins Rennen geschickt – einen Mann und eine Frau. Uns interessiert nicht nur, was das Programm alles hergibt, sondern auch ob es von unseren Testern unterschiedlich bewertet wurde. Martina wurde mit einer goldenen Mitgliedskarte ausgestattet – der Premiumzugang im Fitrate Abomodell. Was sie damit alles erlebt hat und wie ihre Fazit ausfällt, lest ihr hier.

Fitrate Fitness-Abo: Sie sagt

Die Fakten vorweg: Ich habe einen Monat Fitrate in der Gold-Mitgliedschaft getestet. Damit stand mir quasi das Komplettangebot von Fitrate offen und ich konnte in allen Partner-Studios – laut Fitrate sind das in München 160 – einchecken und mittrainieren. 160 Studios habe ich in 30 Tagen zwar nicht geschafft. Ich konnte mir aber dennoch einen guten Eindruck vom Angebot machen.

Mein erstes Testwochenende – der Start in die Fitrate Wochen

Meinen ersten Kurs habe ich mir Samstag morgen spontan gesucht. Auf der Fitrate Website kann man Kurse nach Uhrzeit, Nähe, Sportart, Sportstudio und Mitgliedschaft filtern. Für mich als Deluxe Gold Version Besitzer (die Karte kostet knapp 100 Euro im Monat) waren zwar grundsätzlich alle Partner und Angebote verfügbar. Leider war trotzdem kein Studio dabei, das von meiner Haustür weniger als einen Kilometer entfernt ist; und dabei wohne ich ziemlich zentral in der südlichen Au.

Im erweiterten Umkreis konnte ich aber zwischen 10 Kursen auswählen, die am Samstag um 11.00 Uhr starten. Ich habe mich für “Athletic Training” im Innings Sport & Spa entschieden. Der Check-in war super einfach und funktionierte auch problemlos ohne Karte mit Mitgliedsnummer (die kam nämlich erst ein paar Tage später bei mir an). Den Kurs an sich könnte man als eine Mischung aus Cardio Workout und BodyPump beschreiben. An dem Tag, an dem ich trainiert habe, war allerdings eine Vertretung der Trainerin da, die wohl einen etwas anderen Stil hat als die reguläre Trainerin im Kurs. Das Sportstudio ist sehr zentral am Rosenheimer Platz gelegen, wird aber nicht eines meiner neuen Lieblingsstudios werden.

Sonntag – neuer Tag, neues Glück: Der zweite Kurs, den ich mir aussuchte, fand im Yoga Studio von Patrick Broome im Lehel statt. Ich habe mich für den Pilates-Kurs am Sonntag Nachmittag entschieden. Die Kursgröße war mit nur acht Teilnehmern angenehm klein und das Training sehr ruhig, hatte es aber dennoch in sich. Im Kurs hatte ich zwar das Gefühl nicht viel zu arbeiten, mein Muskelkater am nächsten Tag hat mich aber davon überzeugt, dass Pilates in die Tiefenmuskulatur geht. Das Studio Patrick Broome ist relativ klein. In die Umkleiden im Untergeschoss gelangt man durch eine kleine Wendeltreppe. Im Erdgeschoss befindet sich der Kursraum mit grauen Wänden, unter dessen hohen Decken es sich sehr angenehm trainiert.

Vielfalt überzeugt

Die Vielfalt an Kursen, die Fitrate anbietet, ist wirklich enorm. Davon konnte im mich im Laufe der weiteren Wochen überzeugen. Ich habe mich neben den beschriebenen Kursen für die Ernährungsberatung bei John Francis Kennedy angemeldet, Functional Training im Studio Dr. Rößler ausprobiert, Yoga im Yivamukti gemacht, mich auf elektrische Muskelaktivierung im EMS Sportstudio eingelassen, zur Massage angemeldet und mein Schwimmtraining im Nordbad fortgesetzt.

Functional Training im Studio Dr. Rößler ist bisher mein Favorit im Fitrate Angebot. Im Kurs waren wir insgesamt nur zu fünft, so dass der Trainer alle Teilnehmer ständig im Blick hatte, bei falschen Bewegungen korrigieren konnte und die Stunde Training sehr effektiv war. Vom EMA Training im EMS Sportstudio hatte ich mir einen richtigen Muskelkater erwartet, der allerdings ausblieb. EMA arbeitet über modulierte Mittelfrequenz mit der das Gewebe aktiviert wird. Für das Training benötigt man einen speziellen Anzug und Kleidung, die befeuchtet und dadurch leitfähiger werden. Das Training dauert an sich nur 20 Minuten und wird von einem Trainer begleitet, mit dem sehr detailliert vorher abgesprochen wird welche Muskeln besonders trainiert werden. Das erste Mal angeschlossen, war für mich ein sehr eigenartiges Gefühl, als würden meine Muskel fremdgesteuert werden. Die Stärke der Frequenz reguliert der Trainer je nach Bedarf und Übungen, so dass das Training sehr individuell verläuft. Mein Fazit: Ich könnte mir EMA für das gezielte Training einzelner schwacher Muskelpartien vorstellen. Ich würde jedoch diese gefühlt passive Trainingsart keiner anderen Sportart vorziehen.

Was macht Fitrate attraktiv?

Nach einem Monat Test kann ich sagen, dass das Konzept von Fitrate vor allem für die Sportler ideal ist, die verschiedene Kurse ausprobieren möchten und Abwechslung lieben. Man hat eine große Auswahl an Sport, Fitness und  Wellnessangeboten und die Karte ist jederzeit kündbar. Fitrate ist dadurch eine tolle Alternative zur Mitgliedschaft im Fitnessstudio, bei der ich an lange Verträge und ein begrenztes Kursangebot gebunden bin.

Was kann Fitrate noch verbessern?

Leider hat Fitrate noch keine App, so dass ich mir Kurse und Angebote immer über die Fitrate Website aktiv suchen musste. Gerne hätte ich Kurse nach Nähe und meinem Interesse gespeichert und wäre erinnert worden, wenn sie stattfinden.

Zudem rate ich jedem Fitrate Nutzer die Kursinformationen auf der Website des Kursanbieters nachzuprüfen. Leider sind die Fitrate Informationen nicht immer aktuell, so dass ich einmal sogar zu einem Sportkurs gefahren bin, der gar nicht stattfand. Für mich ist dieses zweimalige Nachprüfen ein zu hoher Aufwand. Ich möchte mich auf die Informationen der Website verlassen und weder Kleingedrucktes lesen, noch den Kursplan beim Originalanbieter verifizieren. Fitrate ist ein tolles Konzept, allerdings sind für meine Wohnlage nicht die idealen Partner dabei. Denn gerade im Winter ist für mich der Anfahrtsweg ein wesentliches Kriterium für meine Kurswahl. Hier legt Fitrate hoffentlich noch ein wenig nach.