Seit diesem Wochenende ist die Wandersaison offiziell eingeläutet. Nachdem wir die letzten Wochen schon um unsere Lieblingsberge herumgeschlichen sind und aufgrund des vielen Schnees immer auf kleinere Gipfel ausweichen mussten, starteten wir gestern den ersten richtigen Anlauf mit einer Wanderung auf die Tegernseer Hütte. Dieser absolut einmalige Platz zwischen den Gipfeln von Roß- und Buchstein ist mit 1.650m zwar sicher nicht das höchste Ziel in den Bayrischen Voralpen – bestimmt aber eines der schönsten.

Ausgerüstet war mer sehr enorm

Die Vorfreude auf die bevorstehende Wanderung äußerte sich bei mir in einer Material- und Ausrüstungsschlacht inkl. selbstgemachter Müsliriegel und frisch gespresstem Saft. Das sollte euch aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Aufstieg – je nach gewählter Route – nicht mehr als 2-3 Stunden dauert.

Muesliriegel-selbstgemacht-2

Und ewig dauert der Berg

Zur Tegernseer Hütte führen viele Wege, die ihr je nach Kondition und Wander-Skills wählen solltet. Wir waren mit Freunden unterwegs und entschieden uns für den weniger anstregenden und „kommunikativeren“ Weg, der direkt am Wanderparkplatz wenige Kilometer hinter Kreuth beginnt. Der Weg führt zu Beginn meist durch den Wald und direkt am Schwarzenbach entlang auf mehr oder weniger breiten Forst- und Wanderwegen.

Forstweg zur Tegernseer Hütte

Blumen am Wegrand

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Nach einer guten Stunde erreicht ihr eine weite Hochebene. Von hier aus geht es immer steiler hinauf zur Hütte. Der zweite Teil des Weges führt über schmale, steinige Wanderpfade. Trittsicherheit und Balance schaden nicht. Das schöne an dieser Strecke: Immer wieder erhascht ihr schon einen Blick auf das Ziel.

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An der Tegernseer Hütte angekommen, habt ihr genau zwei Möglichkeiten: Ihr genießt die Sonne und die Aussicht auf der großen Terrasse der Hütte, oder ihr geht noch weiter hinauf zum Gipfel des Roßstein. An schönen Tagen ist hier ungefähr genauso viel los wie am Fuße des Mount Everest und die Wanderer treten sich gegenseitig auf die Füße. Ach ja, auch das sei vorab gesagt: Wanderung und Hütte sind sehr beliebt und deshalb auch stark frequentiert. Egal für welche der beiden Optionen ihr euch entscheidet, ihr werdet für die Mühen des Anstiegs entlohnt. Von beiden Plätzen aus genießt ihr einen fantastischen Ausblick auf die bayerischen Alpen und Seen. Wer genau hinsieht, entdeckt auf den Fotos unten den Achensee.

Die Tegernseer Hütte gehört zur DAV Sektion Tegernsee und bietet Übernachtungsmöglichkeiten für 40 Personen. Die Hütte hat ein fantastisches Umwelt-Konzept: Das komplette Brauchwasser wird durch auf dem Dach gesammeltes Regenwasser bereitgestellt. Eine UV-Entkeimungsanlage sorgt dafür, dass es auch genießbar bleibt. Strom wird über eine Photovoltaik-Anlage produziert und gespeichert.

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Aufstieg Roßstein

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Ausblick-Tegernseer-Hütte