Inszenario München: So schmeckt ein festliches Menü

Halb versteckt liegt das Inszenario Restaurant in der Haidhausener Rablstraße im Souterrain eines großen Hotelgebäudes. Wir waren dort zum Pressedinner eingeladen, um das Wintermenü zu testen. Nach einem freundlichen Empfang zeigen uns der Geschäftsführer Markus Camera und sein Team die Location und den Tisch, an dem unser Dinner stattfinden sollte. Schon jetzt ist klar, dass das große Panoramafenster zum Hof ein besonderer Blickfang ist und auch im Verlaufe des Abends bleiben sollte. Wir starten mit einem leichten Port-Tonic-Drink. Dazu ein kleines Aperitivo aus Oliven, Salami und Butter. Von der Menge her genau richtig, schließlich erwartet uns noch ein großzügiges Menü.

Das Inszenario-Menü im Dezember 2017

Zum Start essen wir Jakobsmuscheln, gebraten auf lauwarmem Artischokensalat in Zitronen-Butterfond mit geeistem Vulkanoschinken-Stroh. Wem hier noch nicht das Wasser im Mund zusammenläuft ist selbst schuld ;)

Kellner serviert Suppe am Tisch

Als nächsten Gang gibt es ein Rotkrautsüppchen mit Meerrettichschaum im Glas, an geräuchertem Hirschschinken mit Wildpreisenbeeren und milden französischen Ziegen-Frischkäse. Besonders durch die Verbindung mit dem korrespondierenden Wein, ein Domain du Tariquet, mein absolutes Lieblingsgericht an diesem Abend im Restaurant Inszenario.

Hauptspeise im Inszenario

Dessert im Restaurant InszenarioEin wunderbar delikates primo piatto, bestehend aus hausgemachten Ravioli, gefüllt mit flüßigem Dotter, in getrüffelten Limetten-Butterfond auf Blattspinat und knusprigen Parmesankrokant. Mir schmeckt es immer noch besser. Zum Hauptgang haben wir dann die Qual der Wahl: entweder ein argentinisches Rinderfilet vom Grill mit Safrankartoffelbällchen, geschwenkten Sojabohnen und Passionsfruchtdipp (meine Wahl, so zart!) oder ein Filet vom Wolfsbarsch auf Balsamico-Glace mit Grünkohl und Süßkartoffelpüree. Zum krönenden Schluss eine süß-bitter-Variation als Dessert: ein Mousse von Schokolade mit geeisten Himbeerperlen, Schokoladenerde und Nüßen. In Summe ein sehr, sehr gutes Menü.

Das Menü im Inszenario kostet pro Person 69 Euro, inklusive korrespondierender Weine (je Gang ein 0,1l Glas, vollkommen ausreichend). Alle Weineimpfehlungen waren sehr gut ausgewählt und passend zum Gericht.

Die Inszenario-Eispralinien

Außerhalb des Menüs dürfen wir noch ein besonderes Schmankerl probieren: die Inszenario Eispralinen: diese Frucht- bzw. Eispralinen, die von Künchenchef Markus Camera aus Stickstoff live zubereitet wurden, schmecken einfach nur sensationell.

Paula mit einer Eispraline

Mein Fazit

Das Inszenario bietet eine gemütliche Atmosphäre durch das ruhige Ambiente. Das Restaurant ist unserer Meinung nach sowohl für ein romantisches Abendessen zu zweit als auch für eine größere Runde geeignet. Für sehr private Anlässe bietet das Inszenario ein nettes Separee. Der Service im Inszenario ist sehr gut: ein sehr aufmerksames Team, welches das Menü ausführlich und mit Liebe vorstellt. Das Essen war sowieso über jeden Zweifel erhaben. Definitiv eine Empfehlung.

Gastraum im Inszenario