Kaffee, Kuchen und Frühstück im Univiertel

Seit wir Eltern sind, sind wir wahre Morgenmenschen geworden – gezwungenermaßen… Gut, dass man in München an so vielen Orten richtig gut frühstücken kann. Wir verschieben also unsere bisherigen Abenddates auf den späten Vormittag und können euch hier mit weiteren Frühstückstipps in und um München versorgen. Zum Start ins Wochenende waren wir im Gartensalon in der Amalienpassage. Nachdem wir euch bereits mit dem Backspielhaus einen Frühstücksklassiker vorgestellt haben, wollten wir eigentlich in die Reitschule. Da diese leider geschlossen hatte, sind wir spontan in den Gartensalon im Univiertel gefahren – mit der vagen Erinnerung dass es hier doch auch Frühstück gibt.

Da Freitag und schlechtes Wetter war, haben wir uns sicherheitshalber noch einen Platz reserviert – sicher ist sicher. War aber eigentlich nicht nötig. Das Café füllte sich eigentlich erst so um die Mittagszeit. Davor war es recht ruhig – das typische Vormittagsklientel: Cappucino Mums, Studenten und ein paar einsame Leser und Arbeiter. Am Wochenende solltet ihr jedoch auf jeden Fall reservieren.

Gartensalon – das sagt die Speisekarte

Der Blick auf die Speisekarte enttäuschte uns fast ein wenig. Irgendwie hatten wir eine größere Auswahl an Frühstück in Erinnerung. Wobei eigentlich alles vorhanden war, was man für ein gutes Frühstück benötigt: Es gibt Müslis (Bircher und veganes Chia Müsli für 3,80 bzw. 4,20 Euro), Croissants, Scones, Brezen und belegte Brote. Bis auf wenige Ausnahmen (Di-Fr von 12-14 Uhr) gibt es zudem auch Rührei mit verschiedenen Specials. Soweit so gut.

Speisekarte Gartensalon München

Bestellt wird im Gartensalon an der Theke – das Frühstück wird dann an den Platz gebracht. Wir haben uns im Baukastensystem ein Frühstück kombiniert, da keiner von uns mit nur einem Item auf der Speisekarte satt geworden wäre. Besonders die Männer am Tisch waren davon nicht begeistert. Zunächst erscheinen die einzelnen Speisen noch recht günstig, kombiniert man sich aber ein Frühstück zusammen, steigt die Rechnung ziemlich schnell. Ich hatte eine Marmeladenschnitte (2 Brote mit Marmelade) für 3,50 Euro, ein Croissant für 1,80 Euro und einen Latte Macchiato für 3,10 Euro. Macht zusammen 8,40 Euro – was ich für ein Frühstück recht günstig finde. Allerdings ist hier auch nicht ausgiebiges Schlemmen angesagt und es ist am Ende „nur ein Marmeladenbrot“. Markus kam da mit einem Rührei für 5,20 Euro und einem Chia-Müsli für 4,20 sowie ebenfalls einem Latte Macchiato für 3,10 Euro nicht mehr so günstig weg und wurde am Ende für 12,50 Eur nicht satt – da bekommt man anderswo mehr fürs Geld. Auch wenn die Qualität des Essens wirklich gut ist (+1 für den leckeren Supremo Kaffee und regionale Biolebensmittel), dürfte das wohl der größte Kritikpunkt am Frühstück im Gartensalon sein.

Das Café und wer es besucht

Entschädigt wird man dafür jedoch mit einem tollen Ambiente. Ähnlich wie der White Rabbits Room oder das Café Fräulein fällt der Gartensalon für mich absolut in die Kategorie „Mädchenlokal“. Die Einrichtung ist seeeehr bunt und ein gemütlicher Mix mit allerlei Schnickschnack an den Wänden und in den Regalen. Durch die super Lage in der Passage zwischen Amalien- und Türkenstraße hat der Gartensalon eine riesige und sehr ruhige Freifläche auf der man bei gutem Wetter super draußen sitzen kann. Doch auch bei schlechtem Wetter ist das Ambiente im Restaurant sehr locker und entspannt.

Ein von @stephanieruf gepostetes Foto am

Ich hatte es weiter oben schon kurz angesprochen: Das Klientel ist ziemlich durchmischt – was man halt so typischerweise in der Maxvorstadt so antrifft. Der Gartensalon ist aber definitiv eher was für alternativeres Publikum. Wer sehr auf Hochglanz und perfekten Service steht, wird hier vermutlich eher nicht glücklich.

Bild aus dem Gartensalon

Fototapete im Gartensalon

Innenraum Gartensalon München

Fazit

Ich mag den Gartensalon. Aber ich eben auch ein Mädchen. Ich habe ein großes Herz, einen kleinen Magen und ein Auge das mitisst – für diese Kombination ist der Gartensalon ziemlich perfekt. Besonders meine männlichen Begleiter waren stellenweise ein wenig genervt von zuviel pink, Krimskrams und zu kleinen Portionen. Ein Besuch ist das Café aber immer wert. Und wer keine Lust auf Frühstück hat, sollte definitiv mal auf ein Stück Kuchen vorbeischauen – die sind nämlich richtig lecker.