Es mag an der Buchmesse liegen, oder auch weil sich Bücher in der Vorweihnachtszeit einfach besser verkaufen: In letzter Zeit sind wieder viele interessante Koch- und Backbücher auf den Markt gekommen. Wir haben für zwei unserer Favoriten ein Presseexemplar angefordert und möchten sie euch hier vorstellen. Den Beginn macht Tokyo Cakes.

Ein japanisches Backbuch

Auf dieses Buch habe ich mich bereits seit der Ankündigung gefreut. Tokio ist unser Sehnsuchtsort. Nachdem wir im letzten Jahr eine Reise dorthin kurzfristig canceln mussten, geht uns diese Stadt nicht mehr aus dem Kopf und mein Herz wird schwer, wenn ich Fotos aus Tokio sehe. Während die Japanische Küche bereits seit vielen Jahren bei uns angekommen ist, gilt das eher weniger für Desserts und Kuchen. Und da meine Backkünste sowieso sehr viel besser sind als mein Können am Herd, habe ich mich schon seit Wochen auf die Rezepte und neue Inspiration gefreut.

Japanischer Kräutertee und Backbuch Tokyo Cakes

Mein erster Eindruck beim Durchblättern bestätigt meine Vorfreude. Das Buch ist super schön aufbereitet und zeigt viele unbekannte Rezepte aber auch ein paar Klassiker wie einen Bananenkuchen oder spannende Variationen verschiedener Bisquitrollen.

Japanische Küche ist extrem rigide. Es gibt immer nur einen richtigen Weg. Es gibt keinen Spielraum. 

(Ivan Orkin, Chef’s Table)

Dieses Zitat aus der Netflix-Doku „Chef’s Table“ ging mir beim Lesen des Buches immer wieder durch den Kopf. Mir fiel sofort auf, dass hier wirklich sehr präzise gearbeitet wird. Angaben wie die folgende sind keine Seltenheit und stellen den klassischen 15 Minuten Rührteig-Bäcker im Zweifel erstmal vor die Frage, ob das denn wirklich sein muss.

„Die zimmerwarmen Eier separat verquirlen und jeweils mindestens 1/2 Minute unter die Buttermasse rühren.“

Das ist ein großer Unterschied zu anderen Rezepten die ich kenne. Dieses Buch legt den Fokus auf Details und setzt ein Statement gegen die Beliebigkeit, die man in vielen Koch- und Backbüchern sieht. Alles wirkt so sorgfältig kuratiert und ausgeklügelt. Damit erheben die Rezepte ihre späteren Kreationen zu wahren Köstlichkeiten: Nur wenn die richtige Textur erreicht ist, die Temperatur aller Zutaten passt, entsteht ein perfektes Ergebnis. Diese Idee, dieser Wunsch nach Perfektion gefällt mir, da sie dem Endprodukt einen Wert zuspricht. Viel zu oft essen wir total gedankenlos – Nahrungsaufnahme eben. Doch Essen sollte immer etwas Besonderes für uns sein. Etwas, wofür wir uns gerne Zeit nehmen und dessen Wert wir zu schätzen lernen.

Dennoch sind die Rezepte nicht zu komplex. Die Liste an Zutaten ist meist kurz und die Zubereitung ist zwar sehr detailliert beschrieben aber an sich nicht schwer.

Ein Bildband aus Tokio

Tokyo Cakes bietet nicht nur viele Rezeptideen und Inspiration, sondern auch schöne visuelle Eindrücke von Bäckereien und Cafés aus Tokio. Ein Trend, den ich bei mehreren Kochbüchern festgestellt habe. Es geht nicht mehr nur darum, möglichst viele Rezepte zwischen zwei Buchdeckel zu packen. Das Buch an sich ist ein kleines Kunstwerk – es ist lesenswert. Tokyo Cakes ist kein Backbuch – es ist ein Bildband mit Rezepten.

Tokyo Cakes Backbuch

Fazit

Ihr merkt es schon: Ich bin sehr verliebt in dieses Buch und nehme es immer wieder in die Hand um darin zu blättern. Deshab kann ich es absolut empfehlen und bin mir sicher, dass es ein tolles Geschenk für alle ist, die gerne in japanische Backkultur eintauchen oder ihre Japan-Sehnsucht stillen möchten.

Das Buch wurde uns als kostenloses PR-Example zur Verfügung gestellt.