Kunstwerk in der Ausstellung

Ryan Trecartin wurde 1981 in Webster, Texas geboren. Er gilt als einer der einflussreichsten Künstler, wenn es um die Demokratisierung der Kunst durch das Medium Internet geht. Als neuer Liebling und Wunderkind der amerikanischen Kunstszene, zeigt der Digital Native seine Werke – überwiegend Videokunst, Skulpturen und Installationen – wie selbstverständlich auch auf YouTube und macht sie so auch einer großen Masse zugänglich, die ohne das Internet womöglich niemals einen Zugang zu zeitgenössischer Kunst finden würde.  Ryan Trecartin nutzt das Internet jedoch nicht nur als Verbreitungsmedium, sondern studiert und verarbeitet dessen Wesen, seine Sprache, sein Vokabular, seine Darsteller und Darstellungsformen auch in seinen Werken. Dabei betrachtet er die Eigenschaften und Möglichkeiten des Internets und seinen Einfluss vor allem in dessen Funktion als Kunstform und Katalysator für Kreativität.  Seinem offenen, demokratisierten Verständnis von Kunstrezeption ganz ähnlich ist sein Schaffensprozess: Kunst ist für Trecartin partizipativer Prozess, auf welchen geantwortet werden und der beeinflusst werden kann. Trecartin ist Teil einer neuen digitalen Bohème, deren Ziel es ist, eine Identität zu entwickeln, die sich klar von Stereotypen abgrenzt. Kreative Freiheit wird verbunden mit einer allgemeinen Gesellschafts- und Kulturkritik, die die Kunstwelt revolutionieren wird. (www.essentials-blog.com)

Bild: Ryan Trecartin with Lizzie Fitch, Kenny Curran and Brian McKelligott

It’s Over – Be More Gay, 2006

Mixed media ,76 x 126 x 132 inches (193 x 320 x 335.3 cm)

Quelle: http://www.flickr.com/photos/sokref1/377858472/